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UV-Technik
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Excirad 172 für Fotoinitiatorfreie Härtung
Prinzip der fotoinitiatorfreien Härtung

Unter fotoinitiatorfreier UV-Härtung versteht man die direkte Auslösung von Polymerisation und Vernetzung von Acrylaten durch Photonen mit Wellenlängen unterhalb 230 nm. Das zur Radikalbildung erforderliche "Chromophor" ist hierbei das Acrylat-Molekül selbst. Das Verfahren der fotoinitiatorfreien UV-Härtung wurde von der IOT GmbH zum Patent angemeldet.

Prinzip:
Photonen mit Energien > 6 eV erzeugen über elektronische Anregung von Singulett-Zuständen im Acrylat-Molekül Radikale, die zum Start der Polymerisation führen. Als Quellen hochenergetischer Photonen kommen sowohl 172 nm Excimerstrahler (Excirad 172) als auch Mitteldruck-Quecksilberstrahler mit erhöhtem UV (C)-Anteil infrage. Eine Reaktion von Sauerstoff mit den durch Strahlung erzeugten Radikalen muss ausgeschlossen werden. Deshalb ist die Inertisierung der Reaktionskammer mit Stickstoff unerlässlich
Verbesserte Oberflächeneigenschaften durch fotoinitiatorfreier Härtung:
Vorteile der fotoinitiatorfreien UV-Härtung
  • stark verringerte Migration flüchtiger Substanzen aus der Beschichtung
  • nahezu vollständiger Umsatz der Acrylat-Doppelbindungen, keine Nachhärtung
  • gute Chemikalienbeständigkeit
  • verbesserte Witterungsbeständigkeit