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UV-Technik
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Inertisierung
Stickstoffinertisierte UV-Härtung

UV-Härtung an Luft heißt immer auch Anwesenheit von Sauerstoff in der Reaktionszone. Sauerstoff reagiert jedoch sehr schnell mit Radikalen, die bei der UV-Härtung von Acrylaten für Kettenstart, Kettenwachstum und Vernetzung verantwortlich sind. Durch ein Überangebot an Photonen und mit effizienten Photoinitiatoren als Radikalquellen kann man den Sauerstoff-Einfluss soweit reduzieren, dass Härtung an Luft möglich wird. Diese Verschwendung von Energie und weitere Nachteile können vermieden werden, wenn die Reaktionszone mit Stickstoff gespült wird. Man spricht dann von Stickstoff- Inertisierung. Auf diese Weise kann die Sauerstoff-Restkonzentration auch im technischen Betrieb bis auf kleiner 50 ppm reduziert werden.
Vorteile der UV-Härtung:
  • energiesparend, keine thermische Trocknung
  • lösemittelfrei
  • schneller Umsatz mit entsprechend hohen Produktionsgeschwindigkeiten
  • das Produkt ist unmittelbar nach der Bestrahlung ausgehärtet und kann sofort weiter verarbeitet bzw. gelagert werden
  • geringe Erwärmung des Substrats
  • hohe Oberflächengüte
Nachteile der UV-Härtung an Luft:
  • Die Sauerstoffempfindlichkeit der radikalischen Polymerisation ist mindestens seit einem halben Jahrhundert bekannt. Die Inertisierung konnte sich in den letzten zwei Jahrzehnten nur in bestimmten Bereichen der Silikonbeschichtung (O2 < 50 ppm erforderlich) durchsetzen. Bisher konnte der O2-Konkurrenzreaktion durch einen hohen Fotoinitiatorgehalt von bis zu 10% in der Rezeptur begegnet werden. Man scheute den vermeintlich hohen Aufwand der Inertisierung.
  • Extrem kratz-und abriebfeste sowie migrationsarme Beschichtungen können nicht hergestellt werden
Stickstoffinertisierte UV-Härtung:
Die radikalische Polymerisation
von Acrylaten ist O2-empfindlich. Der durch UV-Photonen und Fotoinitiatoren (FI) ausgelöste Start des UV-Curing von Acrylatlacken und -farben wird durch Luftsauerstoff inhibiert. Dies führt zu einem Abbruch der Kettenbildung, die Qualität der Oberfläche sinkt. Es muss verstärkt FI zugegeben werden. Die Verdrängung des Sauerstoffs durch Stickstoff führt zur Beseitigung dieser Nachteile und zu einer höheren Netzwerkdichte.
Die kationische Polymerisation
ist feuchteempfindlich. Hier muss für die Polymerisation kein Inertgas eingesetzt werden, aber die Inertisierung mit trockenen N2 erhöht die Prozesssicherheit deutlich.
Vorteile durch N2-Inertisierung:
Verbesserte Oberflächenqualität:
  • höhere Netzwerkdichte der Polymere
  • erhöhter Glanz
  • bessere Härte, Verschleiß- und Abriebfestigkeit
  • bessere Chemikalienbeständigkeit
Einsparung von Photoinitiator von 8-15% auf < 2% führt zu:
  • Reduzierung der Lackkosten
  • Geruchsreduzierung
  • Reduzierung der Globalmigration, wichtig für Lebensmittelverpackung - Minderung der Vergilbungsneigung
Reduzierung bis Vermeidung von Ozonbildung
  • Erhöhung der Produktivität, Erhöhung der Bahngeschwindigkeit um > 50 % und/oder Senkung der Energiekosten
  • Energieeinsparung bis zu 60 % bei reduzierter thermischer Belastung des Substrates
Aushärtung
  • wesentlich bessere Aushärtung bei Problemfarben wie Deckweiß
Quarzscheibe
  • Die UV-Strahler werden durch eine Quarzscheibe von der Inertkammer getrennt. Der Leistungsverlust durch die Quarzscheiben hält sich mit 5 bis maximal 10% im härtungsmäßig interessanten UV-Bereich > 250 nm in vertretbaren Grenzen. Die Quarzscheiben können leicht gereinigt werden, schützen die den UV-Strahler sowie die Reflektoren vor Verschmutzung und reduzieren die Wärmebelastung.
Unser Angebot:
  • Bau von N2-Inertisierungen für alle Arten von UV- Bestrahlungsanlagen für Labor und Produktion Rolle-zu-Rolle Prozesse in Geraddurchlauf und auf Kühlwalzen
  • Transportbänder für Plattenmaterial spezielle Inertisierungen für 3-D-Teile
  • Neubau und Nachrüstung
  • Die Breite der Inertkammern kann zwischen 150 mm und 2,5 m variieren.
  • Geschwindigkeiten sind bis 450 m/min bei Restsauerstoffgehalten unter 100 ppm möglich.
  • Für Sonderanwendungen wie Silikonisierung können auch Restsauerstoffgehalte deutlich unter 50 ppm erzielt werden.
  • Einbindung der IOT - Technik in das vorhandene Maschinenregime
  • Automatische, geregelte Stickstoffdosierung über ein System, bei dem die Einhaltung des vorgegeben, frei wählbaren Restsauerstoffgehaltes garantiert ist und ein angepasster minimaler Stickstoffverbrauch erzielt wird.
  • UV-Dosisleistungsmessung
  • UV-Dosisleistungmessgeräte Typ "Flat-Log"
Anwendungsgebiete:
  • Druck- und Beschichtungsindustrie, z. B. für
    • Flexo-, Sieb- und Offsetdruck
    • Verpackungsmaterialien, auch für Lebensmittel
    • Möbel-Folien
    • Etiketten
    • Fußboden-Laminate
    • Fassadenelemente
  • Druckmaschinenhersteller
  • Farbproduzenten
  • Kompakt-Inertisierung für Bahndurchlauf
  • Kompakt-Inertisierung für Bahndurchlauf
  • Inertisierter Doppelstrahler auf Kühlwalze
  • Highspeed Inertisierung bis 450 Meter pro Minute Bahndurchlauf für Lebensmittelverpackungen
  • Highspeed Inertisierung für Lebensmittelverpackungen
  • Inertisierung auf Transportband für Plattenmaterial
  • Inertisierung für große Kühlwalze
  • Kompakt-Inertisierung